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Bericht: 1.000 Hindernisse auf 1.250 km – Alltag im modernen Schwertransport

1.000 Hindernisse auf 1.250 km – Alltag im modernen Schwertransport

Vier sogenannte ‚Classifier‘, überdimensionale Großkomponenten für die Energieversorgung galt es zu transportieren, von Oberhausen nach Kozienice in Polen. Bis Stettin wurde per Binnenschiff transportiert, dann begann der anspruchsvolle Teil der Reise. 600 Straßenkilometer wären ab hier die optimale, die kürzeste Wegstrecke gewesen. Letztlich wurden für BigMover TAG aus dem polnischen Strzelce Opolskie jedoch 1.250 Kilometer daraus, da die Transporthöhe von 6,10 Metern vielfältige Streckenänderungen und Umwege erforderlich machten. Insgesamt fast 1.000 Telefonleitungen, Mautstellen und Ampelanlagen oberhalb der Straße mussten auf der Route demontiert und remontiert werden, um das Ziel in Kozienice einwandfrei zu erreichen. Die Anzahl der zu bewältigenden Hindernisse verdeutlicht, dass der Spezialtransport eher im Ausnahmefall zuhause ist als im Regelfall. An ein Befahren von Unterführungen und Engstellen war bei den Gesamtzugdimensionen nicht zu denken: 23 Meter Länge, 5,85 Meter Breite und 6,10 Meter Höhe bei 66 Tonnen Frachtgutgewicht pro Classifier. Entsprechend waren umsichtige Planungen im Vorfeld sowie professionelles Feingefühl bei der Durchführung Bedingung.

„Wir hatten bei diesem Projekt nicht nur die offiziellen Begleitfahrer, wir hatten auf der gesamten Wegstrecke zusätzlich ein Team vor uns, welches eigens für das Anheben von Oberleitungen zuständig war, für Stromabschaltungen innerorts, für das Zuschneiden von Bäumen, für Demontagen von Ampelanlagen und für noch einiges mehr“, so Oliver Tkocz, Mitglied der Geschäftsführung von TAG Spezialtransporte und Logistik. „Im Schwertransport gibt es leider keinen Normalfall. Die Ausnahme ist bei uns die Regel.“ Kenntnisse um Gegebenheiten, aber auch um mögliche Ausnahmen und Besonderheiten – all das zusammen im Vorfeld zu berücksichtigen und zu synchronisieren erfordert ein hohes Maß an Professionalität und Erfahrung. Der Großteil der Hindernisse wurde daher zusätzlich zur Routenplanung vorab in der Zeit- und Ressourcenplanung dokumentiert. Das vorausfahrende Team, das als praktischer Wegbereiter fungierte und somit jeweils eine verordnungsgemäße Durchfahrt vor Ort sicherstellte, befand sich in ständiger Verbindung mit den Fahrern. Gemeinsame Arbeitsgrundlagen wiederum waren genau die umfassenden Planungen und Dokumentationen aus dem Vorfeld. Für den modernen Schwertransport kann das Projekt gewissermaßen als Lehrstück herangezogen werden: Die Vorausplanung erfasst zwar Sachstände und Eventualitäten minutiös, die Abwicklung muss dann aber dennoch konstant auf kurzfristige Veränderungen reagieren können – im vorliegenden Fall insgesamt fast auf jedem Kilometer eine.

„Das Wichtigste in der Auftragsvorbereitung war die Sicherheit – und dem Kunden dies auch darzustellen. Dass sich der Kunde bei uns mit seiner wertvollen Fracht gut aufgehoben fühlt. Das haben wir vor und während des Auftrags nicht nur vermittelt, das haben wir in die Tat umgesetzt.“ Mit diesem Fazit beschreibt Oliver TKocz das Großprojekt vom Ende des letzten Jahres. „Sicherheit im Ausnahmezustand zu gewährleisten, das ist auch in diesem Jahr wieder für die gesamte Schwertransport-Kooperation BigMove ein grundlegendes Thema“, so Tkocz abschließend.

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