BigMove AG

Bericht: Transport-Logistik für die Windkraft

Transport-Logistik für die Windkraft

Jedes Zwischenlager weniger bedeutet mehr Effizienz.

7 komplette Betonsegmente für einen Windpark in der südlichen Ortenau wurden von den BigMove-Mitgliedern Gutmann und Max Bögl Transport und Geräte in Kooperation transportiert. Zu projektieren waren bei dieser Gemeinschaftsleistung die gesamte Wegstrecke ab Werk Sengenthal bis direkt auf die Baustelle und vor Ort zusätzlich Installationsleistungen. Der Unterschied im Vergleich zu anderen Projekten für die Windkraft lag hierbei im Bereich der Lager-Logistik. Bei Onshore-Windparks in anspruchsvollen topographischen Lagen bedarf es meist der Errichtung eines Zwischenlagers vor der letzten Transport-Etappe. Diese Pufferlager werden kurz vor der Baustelle angelegt, um sämtliche Bestandteile zum Errichten der Windtürme kurzfristig verfügbar zu haben. „Pufferlager entsprechen Basislagern bei komplizierten Gipfelbesteigungen“, erläutert Marlo Gutmann geschäftsführender Gesellschafter von BigMove-Gründungsmitglied Spedition Gutmann GmbH & Co. KG. „Hier wird alles an Material zusammengezogen, was für die letzte entscheidende Etappe verfügbar sein muss.“ Dies bezieht sich auf die Bestandteile der Windtürme, aber auch auf das spezielle Equipment für den Transport zur Baustelle, auf der Baustelle und für die Arbeit ‚on site‘.

Windkraftkomponenten bedürfen eines außergewöhnlich sensiblen Umgangs im Vorfeld, damit sie im Betrieb einwandfrei funktionieren. Auf dem Weg zur Betriebsstätte bedeutet daher jede zusätzliche Lagerung mitsamt Umschlag zum einen zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen und zum anderen erheblichen Mehraufwand: Der Lagerplatz muss eingerichtet, betrieben und bewacht werden. Mobilkrane, Material und Personal sind auch dann im Lager notwendig, wenn wetterbedingt weder Transporte noch Arbeiten möglich sind. Dies konnte im vorliegenden Fall durch den vorgelagerten Gutmann-Schwergut-Terminal Goldscheuer eingespart werden. Im Dreiländereck zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz gelegen, wurde das Material nach dem längeren Teil der Transportstrecke auf Tiefbetten hier bedarfsgerecht eingelagert.
„Wir brauchen in unserem eigenen Werk Sengenthal Platz. Denn unsere Produktion muss kontinuierlich weiterlaufen können. Daher sind geeignete Lagerplätze für uns hinsichtlich Produktion, aber auch hinsichtlich Installation von strategischer Bedeutung“, so Peter Guttenberger, Geschäftsführer der Max Bögl Transport und Geräte.
Auf Abruf wurden die Turmsegmente dann von Goldscheuer direkt auf die Windpark-Baustelle in Ettenheim bewegt. Hierfür wurden Semitieflader verwendet, da diese in unwegsamem Gelände wesentlich beweglicher sind und entsprechend gut geeignet für die ‚letzte Meile‘ in wenig erschlossener Infrastruktur.
Zum Schluss mussten 450 Höhenmeter bergigen Anstiegs bewältigt werden. Obwohl die ‚Semis‘ von Schwerlast-Zugmaschinen mit 600 PS Motorleistung gezogen wurden, musste zusätzlich Schlepphilfe von Traktoren regionaler Straßenbauunternehmen für die letzte Etappe in Anspruch genommen werden. Auf der Anhöhe wurden schließlich sieben moderne Windkraftanlagen mit einer Nabenhöhe von 139 Metern realisiert.

<< zurück

© BigMove AG 2017Impressum   |   AGB   |   Qualitätsziele   |   Presse
Kontakt Telefon Zentrale 0800-244 66 83   FRACHTANFRAGE: hier aufklappen
Schließen