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Bericht: - BigMove Trend Monitor Breakbulk Antwerpen 2016 -

- BigMove Trend Monitor Breakbulk Antwerpen 2016 -

Politischer Schlingerkurs befördert Unsicherheit in der Schwertransport-Branche.

Die erneute Änderung des europäischen Gesetzes zur Regulierung der Energiewende (EEG) war eines der Hauptthemen der diesjährigen Fachmesse Breakbulk vom 24. bis zum 26. Mai in Antwerpen. Leidtragende sind die Transporteure von Windkraftanlagen. Deren Kunden, Hersteller und Betreiber von Onshore-Windkraftanlagen, sind durch die Gesetzesnovelle 2016 in ihrer Planungssicherheit massiv eingeschränkt. Aufträge und Projekte werden ‚auf Eis gelegt‘, aufgeschoben oder ganz aufgehoben. Um die Auslastung auf Mindestmaß zu halten, drängen in der Konsequenz die entsprechenden Spezialfahrzeuge für Windtransporte zu niedrigen Preisen auf den übrigen Schwertransportmarkt.
Konkrete Fortschritte in der gesetzlichen Regulierung privater Transportbegleitung, zur Entlastung der Polizei, lassen sowohl national als auch europaweit weiterhin zu wünschen übrig. Was Österreich bezüglich privater Schwertransportbegleitung seit Jahren erfolgreich praktiziert, scheint auf andere europäische Länder nicht übertragbar zu sein. Dass internationale Spezialtransporte an jeder Staatsgrenze die verordnete Begleitung wechseln müssen, wirkt vor diesem Hintergrund geradezu unveränderbar. Internationale Kunden von den entsprechenden Mehrkosten zu überzeugen, ist und bleibt jedoch für jeden Spediteur notwendiges Übel.
Zu den guten Nachrichten: Die Messe verzeichnete eine Rekordbeteiligung von circa 8.000 Fachbesuchern an den ersten 2 Tagen. Damit hat sich erneut die gesamte internationale Schwergutbranche in Antwerpen getroffen. BigMove, die Mitgliedsfirmen und sämtliche weiteren Aussteller konnten reichlich neue Kontakte knüpfen und bestehende Kontakte pflegen. Für eine Branche, deren Arbeitsalltag vom gesetzlichen Ausnahmezustand geprägt ist, hat der fachliche Austausch, das persönliche Networking besondere Relevanz. Denn hier wird der europäische Verordnungs-Dschungel in die Praxis übersetzt. Hier gibt es neben wertvollen Kunden-Kontakten auch wertvolle Praxis-Tipps für den Umgang mit internationalen Projekten. Der russische Spezialtransportmarkt war in diesem Sinne erneut Paradebeispiel. Die politischen Unsicherheiten dort sind thematischer Dauerbrenner.
Denn kurzfristiger wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Wandel haben offensichtlich größere Bedeutung für das Transportgeschäft als offizielle politische Regularien.
Auch die Messe selbst wandelt sich im Rahmen rasanter Entwicklungen und Veränderungen der internationalen Schwergutlogistik. Antwerpen war in diesem Jahr letztmals offizieller Austragungsort für die europäische Station der Breakbulk. Das Messegelände kann den Ansprüchen von Ausstellern und Besuchern langfristig nicht mehr gerecht werden. Inoffiziell wird Bremen als zukünftiger Messestandort gehandelt. Offizielle Sicherheit besteht jedoch über den Messetermin für 2017: Ende April findet die nächstjährige europäische Breakbulk dann statt, um christlichen und islamischen Feiertagen besser als in diesem Jahr Rechnung zu tragen.
„Konsequent ist, wer sich selber mit den Umständen wandelt.“ Mit diesem Zitat von Winston Churchill bilanziert BigMove-Vorstandsmitglied Ralf Reschka daher sowohl die Anforderungen an die BigMove-Gruppe, als auch den diesjährigen Breakbulk-Messebetrieb in Antwerpen.

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