BigMove AG

Bericht: Alpines Schwertransport-Manöver.

Alpines Schwertransport-Manöver.

Dass Schwertransport-Fahrer Meister ihres Faches sind und dies auch sein müssen, bewies ein Fahrer des österreichischen BigMovers Hämmerle kürzlich erneut auf eindrucksvolle Weise. Die Entladestelle für den 43 Meter langen und 70 Tonnen schweren Gesamtzug lag in den Alpen auf über 1500 Metern Höhe bei Sölden im Ötztal. Angeliefert werden mussten zwei unteilbare Stahlbrücken mit 32 und 39 Tonnen Eigengewicht für einen Fahrradweg - in der Rückwärtsfahrt.
Die Umkehrung in die Rückwärtsfahrt für den letzten Teil der Fahrstrecke bildete den ersten Teil des alpinen Profi-Manövers. Der zweite Teil war die Rückwärtsfahrt selbst, hin zur Entladung an der Baustelle direkt am Gebirgsfluss. Die letzte Teilstrecke wurde zusätzlich per Hydraulikbagger abgesichert, um den gesamten Zug gegen die Gefahr eines Abrutschens durch Erosion des Weges zu sichern. „Wer jemals in den Alpen unterwegs war, der weiß, dass Wege in abfallenden Berghängen tückisch sein können. Hier ist Vorsicht geboten, oder besser noch, vor Belastung zu prüfen“, so Reinhard Hämmerle, Senior-Geschäftsführer der Hämmerle Spezialtransporte und BigMove-Aufsichtsrat. „Aber wie prüfen sie vorab, ob ein solcher Weg eine Gesamtlast von 70 Tonnen hält? Dafür benötigen Sie ausgiebige Erfahrung im Gelände und dennoch zusätzliche Sicherung für die Lastfahrt.“ Der sieben-achsige Zug tastete sich auf den letzten Metern folglich ‚Schritt für Schritt‘ voran. Bagger und Zug wurden mit Ketten verbunden, die Rückwärtsfahrt auf diese Weise zusätzlich im Vorspann gesichert und stabilisiert. Begleiter zu Fuß beobachteten konstant jede einzelne Achse, die Finger am Lenkrad „verwandelten sich in Seismographen, die jede noch so kleine Bewegung des 70-Tonnen-Zuges gespürt haben“, so Hämmerle voller Stolz über die Profi-Fahrer seiner Firma. Da der Weg zuvor bereits durch weiteres schweres Gerät verdichtet worden war, war die Erosion letztlich minimal, die Entladestelle wurde sicher erreicht.
Fachlich Aufwärmen konnte sich das Team bei diesem Spezial-Transport aber schon vorher. Denn die Serpentinen durch das Söldener Wintersportgebiet sind zum Teil derart eng und steil, dass der maximal teleskopierte 43-Meter-Zug bei den engsten Kurven mehrmals im physikalischen Grenzbereich rangieren musste, um Verwindungen am Fahrzeug (im wörtlichen Sinne) im Rahmen zu halten; Vollsperrung inklusive. Der folgende Teil der Anfahrt musste aus Genehmigungsgründen nachts befahren werden, ebenfalls in der Rückwärtsfahrt. Auch hier wurde zu Fuß eskortiert. Straßenkuppen und Überhöhungen kamen dem ausgezogenen Teil des Fahrzeugs unter schwierigen Sichtverhältnissen so nahe, dass Einschlagwinkel und Lenkkorrekturen über Funk ins Fahrerhaus übermittelt werden mussten.

„Wir sind zwar nicht so schnell wie die Navigatoren unserer Berg-Rallyes, aber dafür noch exakter. Denn unsere Planer, Fahrer und Beifahrer müssen weit höhere Transportgewichte und folglich höhere Scher- und Zugkräfte berücksichtigen - und dabei noch höhere Sicherheitsstandards gewährleisten.“ Alpines Manövrieren im Spezial- und Schwertransport ist also eine eigene Profi-Disziplin.

<< zurück

© BigMove AG 2017Impressum   |   AGB   |   Qualitätsziele   |   Presse
Kontakt Telefon Zentrale 0800-244 66 83   FRACHTANFRAGE: hier aufklappen
Schließen